Residualitätstheorie
Residualitätstheorie¶
Die Residualitätstheorie, entwickelt von Barry O'Reilly, überträgt Ideen aus der Komplexitätswissenschaft auf die Softwarearchitektur, indem sie ein System als eine Menge interagierender Elemente unter Stress betrachtet. Architekten setzen das System hypothetischen Stressereignissen aus und beobachten, welche Strukturen in mehreren Szenarien erhalten bleiben: Diese beständigen Elemente werden als „Residuale" bezeichnet und stellen den wahren strukturellen Kern der Architektur dar. Die Theorie begreift Architektur nicht als einen zu bewahrenden Bauplan, sondern als eine Menge stabiler Attraktoren, die Teams einen prinzipiengeleiteten Weg bietet, um zu unterscheiden, was sorgfältig gestaltet werden muss und was als flüchtig oder ersetzbar behandelt werden kann.
Siehe auch: Softwarearchitektur · Wardley Mapping
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