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Digitaler Garten

Digitaler Garten

Ein digitaler Garten ist eine Form der Veröffentlichung persönlicher Notizen, die laufende Überarbeitung einlädt statt fertige Artikel zu präsentieren. Anders als ein Blog mit datumssortierten Beiträgen wächst ein Garten langsam: Notizen verweisen aufeinander, werden aktualisiert wenn das Verständnis wächst, und hinterlassen sichtbare Spuren früheren Denkens. Genau das möchte ich von einer persönlichen Wissensseite.

Wie ich veröffentliche

Die aktuelle Lösung ist Zensical, das auch diese Seite baut. Ich schreibe weiterhin in Obsidian, aber die Veröffentlichung läuft jetzt über Git: Jede Notiz in diesem Repository wird automatisch veröffentlicht, sobald sie in den Hauptbranch gepusht wird. Eine Frontmatter-Kennzeichnung pro Notiz ist nicht mehr nötig. Das Repository selbst ist die Veröffentlichungsgrenze.

Vault-Aufteilung

Ich pflege jetzt zwei separate Obsidian-Vaults statt einem. Alle Notizen des digitalen Gartens liegen in diesem Repository und werden veröffentlicht. Arbeitsnotizen verbleiben in einem separaten Vault, der sich ausschließlich auf den beruflichen Bereich konzentriert. Der alte gemeinsame Vault existiert noch, ist aber deutlich kleiner geworden. Wo ich aus dem Arbeits-Vault auf veröffentlichtes Wissen verweisen möchte, nutze ich die öffentliche URL der jeweiligen Seite statt eines internen Links.

Diese Trennung macht beide Vaults nützlicher. PARA ist deutlich zugänglicher geworden, seit Ressourcen und Archiv nicht mehr eine Mischung aus persönlichem Wissen und Arbeitsartefakten enthalten.

Was ich vorher genutzt habe

Mein vorheriger Veröffentlichungsansatz war Obsidian zusammen mit dem Plugin Digital Garden. Nur Notizen mit einer bestimmten Frontmatter-Eigenschaft wurden veröffentlicht, sodass persönliche und Arbeitsnotizen sicher im selben Vault koexistieren konnten. Das Ergebnis sah fast identisch aus wie Obsidian selbst. Es hat gut funktioniert, aber der Zensical-Ansatz bietet eine sauberere Trennung und einen konventionelleren Veröffentlichungsworkflow.

Weitere Alternativen

Eine dritte Möglichkeit ist das Plugin mkdocs-obsidian-bridge, das Obsidian mit einer mkdocs-Seite verbindet. Dataview und Excalidraw werden nicht nativ unterstützt. Ich habe ein kleines Plugin entwickelt, das Excalidraw-Zeichnungen via Kroki als PNG exportiert: mkdocs-obsidian-excalidraw-plugin. Der mkdocs-Ansatz bietet sich an, wenn bereits technische Dokumentation mit mkdocs gepflegt wird und Obsidian als Editor genutzt werden soll.

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