Vivaldi, ein Browser nach Operas Geschmack

geschrieben am Mittwoch, 11. Juli 2018 um 14:19 Uhr.

Seit kurzem nutze ich den Browser Vivaldi vom ehemaligen CEO von Opera. Nachdem Opera viele, in meinen Augen, Fehlentscheidungen getroffen hatte, bin ich selbst dann zu Chromium bzw. Chrome gekommen. Nun ist aber mit Vivaldi ein Browser wieder am Start, der die alten Stärken von Opera wieder aufleben und ausbauen möchte.

Basierend auf NodeJS hatte ich zwar eher eine negative Haltung zum neuen Browser, aber diese “Quick Command”-Leiste ist einfach der Knaller. Dadurch habe ich das Interface auf ein Minimum reduzieren können (nichtmal die Adress Bar lasse ich einblenden, da sie mit F8 die aktuelle URL angezeigt wird und mit Strg-Alt-A kann ich die Leiste ein- und ausblenden.) Dadurch wird die Benutzung eines Browsers sehr Tastaturlastig, aber nicht so unnutzbar wie diese ganzen Vim-Varianten wie qutebrowser oder cVim.

Weiterhin sind fast alle Chrome-Extensions mit Vivaldi kompatibel (bisher sogar alle, die ich benutze). Von der Performance her habe ich nix zu bemängeln, wobei ich da auch nicht wirklich drauf achte. Solange die Seite kurz nach dem Öffnen angezeigt wird, interessieren mich nicht die Millisekunden.

Die Startpage ersetzt das Addon Speeddial bei meinem Chrome und der Browser unterstützt meine aktuellen Bemühungen den Walled-Garden zu entkommen. Ich kann einen Blick jedenfalls empfehlen, da der Wechsel erstaunlich schnell vonstatten ging. Ein Syncronisation zwischen verschiedenen Installation mit End-To-End-Encryption gibt es auch.

Bisher also ein hervorragender Eindruck und in Zukunft sollen noch viele Features kommen, sodass ich gespannt bin, ob der Browser mir wieder das Gefühl gibt wie damals Chrome (es hat einfach alles funktioniert und ich konnte machen, was ich wollte. Meine Bedürfnisse nach Sicherheit und Speicherort meiner Daten haben sich geändert.)